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Atari ST - 1987

WordPlus Worterfassung

WordPlus Worterfassung — screenshot 1
1 / 2
Genre
Word Processing
Year
1987
Language
[unknown]
Publisher
[no publisher]
Controls
Keyboard
Distributor
Resolution
Medium / High / VGA
Developer
[n/a]
ST Type
ST, STe, TT, Falcon030 / 0.5MB
Licensed from
Programmer(s)
Jahn, Olaf-Michael
Country
Germany
MIDI
Software
German
Version
1.5
Box/Instructions
German
Number of Disks
1 / Double Sided
License
PD / Freeware / Shareware
Dump
Download
Serial
Dump format
MSA
Protection

INSTRUCTIONS

anleitung zum WORDPLUS-worterfassungsprogramm WORT
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zum programmziel & -nutzen
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WORT  dient  zur  erstellung eines dictionarys  für  das  programm 
WORDPLUS.  es wurde geschrieben und getestet auf einem ST 520+ mit 
monochromen monitor und TOS ROMS.  dort lief es,  soweit  bekannt, 
fehlerfrei.  es ist kein GEM-programm,  wird also nur mithilfe der 
tastatur bedient.

das  textverarbeitungsprogramm WORDPLUS von GST,  ENGLAND ist  der 
nachfolger  des  bekannten 1ST WORD.  es bietet  als  verbesserung 
gegenüber letzterem unter anderem die möglichkeit eines  einfachen 
spelling-checks,  zu  deutsch  rechtschreibprüfung.

dazu  braucht  WORDPLUS eine datei mit dem  namen  'spelling.dic'. 
diese  datei  enthält  das  dictionary  (engl.  wörterbuch),  eine 
kodierte liste aller erlaubten,  d.h. richtig geschriebenen worte. 
bei  einer rechtschreibprüfung durchläuft WORDPLUS den  gerade  im 
speicher befindlichen text und stoppt bei jedem wort, das er nicht 
in seinem dictionary hat.  ist es falsch  geschrieben,  korrigiert 
man es, anderenfalls nimmt man es in die wortliste auf.

in  der  regel  reicht  es  aber  nicht,   nur  dieses  eine  wort 
hinzuzufügen.  es  ist  dann sinnvoll, auch noch alle  nebenformen 
einzugeben,  damit  die prüfung nicht zwei sätze weiter beim -  im 
prinzip selben - wort erneut stoppt.  statt 'es läuft' steht  dort 
dann z.b. 'es kann laufen' oder 'es lief'.

an   dieser   stelle  beginnt  man  dann  aber   bald,   mit   der 
formenvielfalt der deutschen sprache zu kämpfen.  z.b. muß man für 
das adjektiv 'klein' noch zusätzlich folgendes eingeben:

   kleine, kleinen, kleinem, kleiner, kleines,
   kleinere, kleineren, kleinerem, kleinerer, kleineres,
   kleinste, kleinsten, kleinstem, kleinster, kleinstes.

und dies wiederholt sich in ähnlicher form für hunderte worte, bis 
man  irgendwann  frustriert  kompromisse  eingeht,  sein  vorhaben 
aufgibt  ODER aber dieses programm in die  finger,  bzw.  auf  die 
diskette  bekommt.  zum  einen  reduziert  sich  der  aufwand  bei 
regelmäßigen worten auf die eingabe der grundform und der wortart, 
z.b. 'klein' und ADJEKTIV. zum anderen hat man nun die gewähr, daß 
nicht andauernd die eine oder andere form versehentlich  vergessen 
wird.

zudem sind etwa 25% aller worte zusammengesetzte worte,  wie  z.b. 
'fahr-stuhl', 'be-kommen', 'irgend-ein', 'bruch-fest', 'diebstahl-
sicher'  usw.   hier  liegt  einer  der  großen  vor-teile  dieses 
programmes.  man er-spart sich eine menge tipp-arbeit und  fehler, 
wenn man statt einer neu-eingabe des zusammen-gesetzten wortes auf 
das  grund-wort bezug-nimmt (!).  WORT bietet  diese  möglichkeit. 
siehe dazu kapitel sonderfunktionen.

prinzipielle arbeitsweise von WORT
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alle worte die WORT einzeln eingegeben werden, legt es sortiert in 
einer  liste im speicher ab.  bei programmende schreibt  es  diese 
liste  als  datei  'WORT.STR' auf die diskette  (in  die  aktuelle 
directory).

bei einem erneuten programmstart wird dann diese datei gesucht und 
ggf.  wieder eingeladen.

befindet sich zu diesem zeitpunkt in der aktuellen directory keine 
datei mit namen WORT.STR,  legt WORT im speicher eine neue (sprich 
leere) liste an.

ACHTUNG!  diese datei namens WORT.STR ist eine zwischendatei.  sie 
ist NICHT die wortliste,  die von WORDPLUS eingelesen und  benutzt 
werden kann.

die   vorteile,   die  sich  aus  der  erstellung  einer   solchen 
zwischendatei  ergeben,  sind  an  dieser  stelle  nur  schwer  zu 
verdeutlichen.   am   schluß   dieser  beschreibung   im   kapitel 
'technische informationen' komme ich darauf noch einmal zurück.

hat man nun alle gewünschten worte eingegeben,  kann man sich  zum 
schluß  aus  WORT.STR  die datei  SPELLING.DIC  erstellen  lassen. 
allerdings  mache man sich bitte keine illusionen über  die  dauer 
dieses vorgangs! für tausend einträge in WORT.STR dauert es ca. 20 
minuten.   für   einen  angestrebten  grundwortschatz  von   30000 
einträgen  also  etwa 24 stunden!  doch dazu  später  mehr  (siehe 
kapitel 'erstellen eines dictionarys'.

übrigens  braucht man bei der manuellen eingabe von  worten,  z.b. 
aus einem wörterbuch,  für 100 einträge mit etwas übung etwa  eine 
halbe bis dreiviertel stunde.



bedienung des programmes WORT
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ziehen sie sich am besten kopien von WORT.TOS + WORT.STR auf  eine 
leere  diskette und spielen sie dann gefahrlos mit den  funktionen 
von WORT,  bis sie alles verstanden haben, um mit dem original mit 
wenig arbeit zum ziel kommen...

man starte das programm WORT.TOS durch doppel-klick mit der  maus. 
das programm wird geladen und gestartet.  es lädt eine  vorhandene 
WORT.STR-datei, anschließend erscheint eine seite einführungstext, 
die  man  lesen darf und durch drücken  einer  taste  überspringen 
kann.

es erscheint das menü:


die eingabe einer 0  beendet   das  programm;   die  im   speicher 
                     befindliche   wortliste  wird  als   WORT.STR 
                     abgespeichert.

die eingabe einer 1  ermöglicht die angabe eines ascii-files,  das 
                     auf der suche nach noch nicht erfaßten worten 
                     wortweise "durchgelesen" werden soll. abbruch 
                     und rückkehr zum menü mit UNDO.

die eingabe einer 2  bewirkt   das  erscheinen  des   worteingabe-
                     formulars.  es  können  jetzt  worte  einzeln 
                     eingegeben  werden.  rückkehr zum menü  durch 
                     drücken von F9!

die eingabe einer 3  veranlaßt WORT,  die im speicher  befindliche 
                     wortliste  auf  die  diskette  in  die  datei 
                     WORT.STR   zu   schreiben.   eine   eventuell 
                     vorhandene    alte    WORT.STR-datei     wird 
                     überschrieben!  WORT  kehrt anschließend  ins 
                     menü zurück.

die eingabe einer 4  bewirkt  ENTWEDER die erstellung einer  neuen 
                     SPELLING.DIC-datei  ODER aber  die  ergänzung 
                     einer   zu  diesem  zeitpunkt  auf   diskette 
                     vorhandenen  SPELLING.DIC-datei (!) aus  bzw. 
                     mit  den  im  speicher  befindlichen  worten. 
                     dieser  vorgang dauert in jedem falle  lange! 
                     WORT kehrt anschließend ins menü zurück.


die statistik am unteren bildschirmrand gibt die zahl der einträge 
und  die speicherbelegung an.  als EIN eintrag gilt ein  wort  MIT 
ALLEN  SEINEN FORMEN!  die zahl aller wörter insgesamt wird  nicht 
angegeben,   weil   das   nur  aufwendig   und   zeitintensiv   zu 
bewerkstelligen wäre.

die manuelle eingabe einzelner worte
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wählt  man  im  menü eine  2,  erscheint  das  leere  worteingabe-
formular. links oben verlangt WORT das basiswort, der cursor steht 
dazu im leeren basiswort-eingabefeld.

nach  schreiben  eines  wortes  und  drücken  der   'return'-taste 
erscheint rechts oben ein kommentar,  der mitteilt, ob und wieviel 
einträge es mit diesem basiswort (vielleicht) bereits gibt.

'nummer 1 von 0' bedeutet:  es gibt noch keinen,  und es wird  der 
                            erste gerade eingegeben.
'nummer 3 von 2' bedeutet:  es gibt schon 2, und der dritte wurde 
                            soeben begonnen.

der cursor steht nun im worttyp-eingabefeld. WORT verlangt nun die 
eingabe des worttyps in form einer ziffer.  die  wahlmöglichkeiten 
sind in der untersten bildschirmzeile angezeigt.

0 KONSTANTe worte:   BEISPIELE:   'und',  'woher',  'als',  'der', 
                     'dann' usw.

1 SUBSTANTIVe:       alle worte, denen ein artikel (der, die, das) 
                     vorangehen kann;
                     BEISPIELE:   der  'mann',   die  'frau',  das 
                     'kind',  die 'eifersucht', die 'zeitung', der 
                     'philosoph', der 'klempner' usw.

2 ADJEKTIVe:         alle   worte,   die  einem  substantiv   eine 
                     eigenschaft   zuschreiben;
                     BEISPIELE:    das    wetter   ist    'schön', 
                     'schlecht',  'kalt'; er ist 'zuversichtlich'; 
                     der kaffee ist 'gut';
                     KENNZEICHEN  1:  es  gibt das  wort  mit  den 
                     endungen -e,  -en,  -em,  -er,  -es wie  z.b. 
                     'gute', 'guten' usw.
                     KENNZEICHEN 2: es läßt sich meistens steigern 
                     wie z.b. 'schöne' - 'schönere' - 'schönste'

3 VERBen:            alle  worte,  die  einen  vorgang  ausdrücken 
                     (auch   im  abstrakten   sinne);
                     BEISPIELE:   'gehen',   'halten',  'wachsen', 
                     'freuen',   'suchen',   'versuchen',  'sein', 
                     'bleiben' usw.

4 ADVERBien:         alle  worte,  die ein verb  näher  erläutern; 
                     BEISPIELE:   du  suchst  'oft';  er  schwimmt 
                     'gern';
                     KENNZEICHEN    1:    scheinbar   schwer    zu 
                     unterscheiden von den  adjektiven,  aber:  es 
                     gibt  KEINE  formen  auf  -e,  -en  wie  z.b. 
                     'ofte',  'often', 'oftes'! 'gern' und 'gerne' 
                     sind   zwei   schreibweisen   bei    gleicher 
                     bedeutung:  er schwimmt  'gern'/'gerne',  muß 
                     daher zweimal eingetragen werden
                     KENNZEICHEN 2: es läßt sich steigern wie z.b. 
                     'oft'  - 'öfter' - am  'öftesten',  'gern'  - 
                     'lieber' - am 'liebsten'

5 PRONOMEN:          damit sind alle worte gemeint, die auswählend 
                     vor  einem  substantiv   stehen;
                     BEISPIELE:   'alle'  frauen,   'diese'   tür, 
                     'irgendein' mensch, 'kein' ergebnis usw.

6 EIGENNAMEn:        alle   namen  von   personen,   städten   und 
                     dergleichen;
                     BEISPIELE: 'olaf', 'berlin', 'deutschland'
                     KENNZEICHEN: das benannte und gemeinte objekt 
                     gibt   es  genau   einmal.   den   'aachener' 
                     dagegen gibt's mehr als einmal...


die worttypen 1, 2 und 3 sind die häufigsten.

nun erscheint abhängig von der gewählten wortart ein weiterer teil 
des eingabe-formulars.

WORT hat dabei alle eingabe-felder bereits so ausgefüllt,  wie  es 
bei einem REGELMÄßIGEN wort zu erwarten ist.  felder, deren inhalt 
WORT  nicht  vorhersagen  konnte,  sind  leer.  füllen  sie  diese 
sorgfältig aus und prüfen sie vor allem die von WORT  vorgegebenen 
formen!  diese können nicht immer richtig sein!

selbstverständlich  können  sie  ein feld  mit  den  cursor-links-
/rechts-tasten  und  den tasten 'delete',  'backspace'  und  'esc' 
beliebig ändern.

mit  der 'return'- und der cursor-abwärts-taste gelangen  sie  ins 
logisch   nächste   feld,   mit  der   cursor-aufwärts-taste   zum 
vorhergehenden zurück.

die   'tab'-taste   hat   eine   besondere   funktion.   bestimmte 
eingabefelder,  sogenannte schlüsselfelder,  beeinflussen  andere. 
ändern  sie  ein solches schlüsselfeld und drücken  die  'return'-
taste,  um zum nächsten feld zu gelangen,  werden alle  abhängigen 
felder korrigiert.  dies können sie auch ohne verlassen des feldes 
durch drücken der 'tab'-taste erreichen. probieren sie es aus!

die  'F10'-taste  hat  ebenfalls  eine  besondere  funktion.   sie 
"umlautet"  den inhalt des aktuellen  eingabefeldes.  aus  'arzte' 
wird 'ärzte', aus 'bruder' wird 'brüder', aus 'mause' wird 'mäuse' 
usw.  ein zweites drücken entfernt den umlaut wieder.  diese taste 
erspart viel zeit bei den pluralformen der substantive!

sie  können  die  eingabe durch  löschen  des  gesamten  formulars 
jederzeit abbrechen, indem sie die taste 'F7' drücken.

haben sie alle felder ausgefüllt,  können  sie mit der taste

   'clr'  ('shift' + 'home') das formular leeren,  um das  nächste 
   wort einzugeben

   'home'  das formular ähnlich 'clr' bis auf  das  basiswort-feld 
   leeren (siehe dazu auch sonderfunktionen)

   'F9' zum menü zurückkehren

besonderheiten bei der eingabe der einzelnen wortarten
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SUBSTANTIV-GESCHLECHT:

1 der,  2 die oder 3 das;

0 kein geschlecht bei worten, die immer im plural (in der mehrzahl) 
stehen, wie z.b. eltern.


SUBSTANTIV-PLURAL:

gibt es keinen plural,  wie z.b.  bei 'milch', löschen sie einfach 
das feld! ob es einen plural gibt oder nicht, und falls ja, wie er 
geschrieben wird,  erfahren sie im duden.  meistens jedoch erkennt 
man selbst,  ob der von WORT vorgeschlagene plural z.b.  'milche', 
möglich bzw. sinnvoll ist wie z.b. bei 'der halt' -> 'die halte'.


SUBSTANTIV-DEKLINATION:

allgemein gilt: im zweifelsfalle einfach alle ausprobieren!

1 STARK,  genau dann,  wenn der plural einen umlaut  bekommt,  wie 
z.b.  'haus' -> 'häuser', 'tochter' -> 'töchter' usw. ebenso, wenn 
es ein genitiv-(e)s gibt (wes-fall),  wie z.b.  des 'haus-es', des 
'baum-s',   des  'wasser-s'  usw.
FAUSTREGEL:  fast alle männlichen und sächlichen substantive  sind 
stark

3 SCHWACH,  genau dann, wenn singularformen (außer nominativ) alle 
gleich & pluralformen alle gleich,  wie z.b.  die 'frau' geht/ die 
größe der 'frau'/  sie gibt der 'frau'/  ich sehe die 'frau' & die 
frauen, der frauen, den frauen, die frauen;
FAUSTREGEL: fast alle weiblichen substantive sind schwach


2 GEMISCHT, wenn singular stark und plural schwach; nur selten



EIGENNAME:

in der regel sind namen deutlich erkennbar.  sie werden nicht  als 
substantiv  geführt,   weil  sie  nur  einen  genitiv   (wes-fall) 
besitzen, wie z.b. 'berlin' - 'berlins'.
etwas versteckt ist es auch bei 'deutschland' und ähnlichen namen. 
da  kommt man durch die endung '-land' leicht in  versuchung,  ein 
substantiv  daraus zu machen!  es gibt aber  keine  entsprechenden 
'-länder' !!!


ADJEKTIV:

die 'stamm'-eingabefelder dienen zur bildung der formen auf  '-e', 
'-em',  '-en', '-er', '-es', die später ins dictionary geschrieben 
werden.  die  'stämme'  selbst  werden dagegen  mit  ausnahme  des 
komparativ-stammes nicht übernommen.
es  gibt  adjektive  mit komparativ,  aber ohne  elativ  und  auch 
solche, bei denen es umgekehrt ist (siehe folgende erläuterung).


ADJEKTIV-POSITIVSTAMM:

dieser eintrag wird später nicht ins dictionary übertragen!  daher 
kann bei 'edel' hier 'edl' eingetragen sein.


ADJEKTIV-KOMPARATIVSTAMM:

dieser eintrag wird ins dictionary übertragen! BEISPIELE: 'edler', 
'größer';
unregelmäßiges beispiel: gut - 'besser' - best,  WORT schlägt hier 
gut - 'guter' - gutest vor!
prüfen sie immer gründlich,  ob das adjektiv zum vergleichen (lat. 
komparare) geeignet ist.
z.b.    läßt   sich   mit   'zuversichtlich'   vergleichen   ("der 
zuversichtlichere  von beiden") ,  bei 'erheblich' dagegen  ergibt 
'erheblichere' objektiv keinen sinn!
kann   man  mit  dem  adjektiv  nicht   vergleichen,   wie   z.b. 
'absichtlich',  'farblich',  'eigen'  usw.  ,  dann  löschen  sie 
unbedingt  das feld mit der 'esc'-taste,  da ansonsten  unsinnige 
worte ins dictionary übertragen werden.


ADJEKTIV-ELATIVSTAMM:

dieser eintrag kommt nicht ins dictionary!  hier muß z.b.  stehen: 
'kleinst',  'edelst',  'best'; WORT macht daraus: 'kleinste' usw., 
'edelste' usw., 'beste' usw.
prüfen sie auch hier immer gründlich,  ob man mit dem adjektiv den 
herausragenden von mehreren (lat.  elatio) bezeichnen  kann,  z.b. 
gibt es den 'zuversichtlichsten' und auch (!) den 'erheblichsten', 
dagegen   nicht  den  'blindesten'...   auch  hier   gilt:   nicht 
existierende elativstämme unbedingt mit der 'esc'-taste löschen!




ADVERB:

die meist unregelmäßigen steigerungen müssen sie selbst eintragen. 
z.b. 'gern' - 'lieber' - am 'liebsten' usw.


VERB:

die unregelmäßigen verben sind von mir bereits eingetragen!

das verb benötigte wegen seiner formenvielfalt 3 seiten!  wenn sie 
das  letzte  eingabefeld  einer seite mit  'return'  oder  cursor-
abwärts  verlassen,  kommen sie automatisch in das erste feld  der 
nächsten seite. zurück geht es entsprechend mit cursor-aufwärts.
von den drei seiten müssen sie in der regel nur auf der ersten den 
befehl  singular  und  auf der  zweiten  die  adjektivbildung  (im 
folgenden erläutert) prüfen.  handelt es sich um ein  regelmäßiges 
verb, ist die dritte seite immer fehlerfrei.


VERB-VORSILBEN:

ACHTUNG! es gibt zwei sorten von VORSILBEN: betonte und unbetonte! 
z.b. 'bekommen' (betonung auf 'kommen') und 'vor.kommen' (betonung 
auf 'vor').
geben  sie betonte vorsilben beim BASISWORT-eingabefeld  (und  nur 
dort!)  unbedingt wie im beispiel mit punkt  getrennt  ein,  sonst 
bildet   WORT   unzulässige   formen   wie   "gevorkommen"   statt 
"vorgekommen" usw.
beispiele: 'an.nehmen', 'weg.gehen', 'zu.binden' usw.

wundern sie sich nicht:  die einzelwörtchen 'vor', 'an', 'zu' usw. 
werden auf der dritten formularseite nicht gezeigt. tragen sie sie 
bitte auch nicht ein!


VERB-PARTIZIPIEN:

hier  ist im wesentlichen wichtig,  daß sie IMMER  prüfen,  ob  es 
wirklich die zugehörigen adjektive gibt.

positive beispiele:  'laufen' -> der 'laufende'/'gelaufene' film
                     'prüfen'   ->  der  'prüfende'   blick/   der 
                     'geprüfte' wagen
                     'füllen' -> (SELTEN: der den käfig 'füllende' 
                     elefant)/ ÜBLICH: die 'gefüllte' gans
negative beispiele:  'weinen'   ->  der  'weinende'   sohn,   ABER 
                     UNGEBRÄUCHLICH: das 'geweinte' etwas

lassen  sie im echten zweifel lieber das adjektiv  weg,  es  kommt 
dann zu selten vor, um im dictionary enthalten zu sein.



PRONOMEN:

löschen sie einfach alle formen,  die es nicht gibt!  WORT schlägt 
ihnen hier in der regel zuviele vor!




spezielle funktionen
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SUCHEN eines bestimmten eintrags:

erzeugen  sie sich ein leeres formular mit  'clr',  schreiben  sie 
dann das gesuchte basiswort in das basiswort-feld und drücken  sie 
die taste 'F2'



SPRUNG in eine bestimmte buchstabengegend:

erzeugen  sie sich ein leeres formular mit  'clr',  schreiben  sie 
dann  den gesuchten wortanfang in das basiswort-feld  und  drücken 
sie die taste 'F3'



ZURÜCKBLÄTTERN zum vorhergehenden eintrag:

drücken sie die tasten 'shift' + cursor-links



VORBLÄTTERN zum nächsten eintrag:

drücken sie die tasten 'shift' + cursor-rechts



EINLESEN des nächsten wortes aus einer text-datei:

wenn sie im menü unter ziffer 1 eine ascii-datei angemeldet haben, 
können  sie  sie  durch drücken der taste 'F1'  wortweise  in  das 
basiswort-feld  einlesen.  füllen  sie das formular  dann  jeweils 
vollständig  aus,  bewirkt das erneute drücken der taste 'F1'  das 
abspeichern  und leeren des alten formulars und das  einlesen  des 
nächsten  wortes.
doc-files  werden NICHT korrekt eingelesen,  da sie  steuerzeichen 
usw. enthalten. um vorhandene doc-files einlesen zu können, müssen 
sie sie in ascii-files UMWANDELN:  mit 1st WORD einlesen, dann den 
wordprocessor  (briefmodus)  abschalten und schließlich  mit  SAVE 
AS... abspeichern.


ÜBERNAHME SETZEN:

durch  drücken der taste 'home' wird das formular  ausgelesen  und 
geleert bis auf das  basiswort-eingabefeld.  mit drücken der taste 
'F8' können sie festlegen,  wieviele buchstaben vom vorhergehenden 
basiswort für das nächste stehenbleiben sollen.  drücken sie  z.b. 
'0',  wird  die taste 'home' funktionsgleich zu 'clr'.  geben  sie 
dagegen viele worte ein, die alle gleich beginnen, wie z.b. wörter 
auf 'schr-' oder 'un-', so ist es praktischer, sie tippen '4' bzw. 
'2'.

EINGABE ZUSAMMENGESETZTER WORTE

erzeugen  sie sich ein leeres formular mit  'clr',  schreiben  sie 
dann  das  zuwort  plus  gesuchtes  grundwort  durch   bindestrich 
getrennt  (widersinnig:  der  bindende trennstrich) in  das  erste 
feld.

beispiele: 'unter-tasse', gesucht wird 'tasse'.
           'ver-kaufen', gesucht wird 'kaufen' für 'verkaufen' mit 
           unbetonter vorsilbe.
           'ein.-kaufen',  gesucht wird 'kaufen' für  'ein.kaufen' 
           mit betonter vorsilbe.
           'zu-vor.kommen', gesucht wird 'vor.kommen'.

drücken sie anschließend die taste 'F4'.

nun kann mehrerlei geschehen:

1. WORT findet MEHRERE einträge zum gesuchten grundwort,  darunter 
   den   gesuchten.   beispiel  sind  die  einträge  'fest'    als 
   substantiv  (das  fest - die feste) und als  adjektiv  (fest  - 
   festere - festeste).  WORT zeigt nun als ersten vorschlag  'das 
   bruchfest - die bruchfeste' (so'was soll es ja auch  geben...). 
   oben  rechts  im  kommentarfeld steht aber 'nummer  1  von  2'. 
   daraus  folgt,  daß es noch ein zweites grundwort  gibt.  durch 
   erneutes  drücken  der taste 'F4' erhalten  sie  'bruchfeste  - 
   bruchfestere - bruchfesteste'.  das formular ist jetzt  korrekt 
   ausgefüllt.  fahren sie fort,  als hätten sie es selbst manuell 
   ausgefüllt, z.b. mit 'clr'.

2. WORT  findet  KEINEN eintrag,  und  das  zusammengesetzte  wort 
   verschwindet  aus dem basiswort-eingabefeld.  übrig bleibt  das 
   grundwort.   füllen sie jetzt einfach das formular für das noch 
   fehlende grundwort aus und  - ACHTUNG!  - drücken sie nun  aber 
   die taste 'F5'. das grundwort wird abgespeichert. WORT erinnert 
   sich,  daß  sie eigentlich ein zusammengesetztes wort  eingeben 
   wollten und füllt ihnen nun das formular aus.  fahren sie  dann 
   fort wie gewohnt.

3. WORT  findet  MEHRERE einträge zum  gesuchten  grundwort,  aber 
   nicht den gesuchten.  das kommentar-feld zeigt z.b.  'nummer  3 
   von 3',  d.h.  sie sehen den letzten eintrag vor sich.  drücken 
   sie  noch  einmal die taste 'F4' und fahren sie  wie  unter  2. 
   beschrieben fort!

beachten  sie,  daß  das  NICHT MEHRFACH  geht!  die  eingabe  von 
'schaukel-stuhl-lehne'  ist nicht erlaubt!  in diesem fall  müssen 
sie erst 'schaukel-stuhl' oder 'stuhl-lehne' extra eingeben.

übrigens  können  sie vor dem allerersten drücken von F4  auch  F2 
(suche eintrag) drücken,  wenn sie wissen wollen, ob das zusammen-
gesetzte  wort schon eingetragen ist.  der bindestrich wird  dabei 
akzeptiert.
erstellen eines dictionarys
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wie  bereits angedeutet,  dauert das erstellen  eines  dictionarys 
SEHR lange.

als vorgehensweise empfiehlt es sich daher, sich nicht täglich ein 
neues zu machen.  stattdessen ist es vorteilhaft,  die struktdatei 
so   lange  durch  worteingaben  wachsen  zu   lassen,   bis   ein 
ausreichender grundwortschatz enthalten ist.  schließlich hat  man 
ja  auch nur so einen ständig wachsenden vorrat  an  grundwörtern, 
die man zur eingabe zusammengesetzter wörter verwenden kann.

da  bei einer großen struktdatei das zugehörige  dictionary  nicht 
mehr  auf  dieselbe  diskette  passen  würde  (festplattenbesitzer 
dürfen   sich  freuen),   fragt  WORT  zu  beginn,   auf   welches 
diskettenlaufwerk er das fertige dictionary schreiben soll.

WORT  prüft  dann,  ob auf dem angegebenen  laufwerk  bereits  ein 
dictionary vorhanden ist.  wenn ja, wird dieses geladen und um die 
fehlenden wörter erweitert. wenn nicht, wird ein neues erstellt.

WORT  wird  dabei jedoch noch langsamer,  da  jede  einfügung  die 
bewegung  großer datenmengen erfordert.  für das einfügen von  ca. 
600  wörtern in ein bereits 170 Kbyte großes  dictionary  brauchte 
WORT bei einem probelauf anderthalb stunden.

technische informationen
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das programm ist in der programmiersprache C geschrieben. ich habe 
dabei ALLE register gezogen...  der sourcecode hat mit kommentaren 
eine länge von 175 Kbyte.

WORT  belegt  beim  start den  gesamten  zur  verfügung  stehenden 
speicherplatz  abzüglich  32  Kbyte  als  reserve.   es   arbeitet 
einwandfrei mit ram-disks und mit KSWITCH zusammen.  so können sie 
mit  KSWITCH  zum  beispiel zwischen WORT und  WORDPLUS  hin-  und 
herschalten.

meldet WORT 'speicher voll',  müssen sie eine vorhandene  ram-disk 
entfernen und ggf.  auch alle accessorys.  dies wird ihnen  jedoch 
voraussichtlich nicht vor 50000 einträgen passieren.

am  unteren  bildschirmrand kann man nach  dem  programmstart  dem 
formularverwalter   beim   aufbau  der   formularteile   und   dem 
initialisieren der eingabe-felder zusehen.

nur  dadurch,  daß man jedes wort zusammen mit seinen  formen  als 
STRUKTur  abspeichert,   kann  man  die   suche-grundwort-funktion 
realisieren.   würde   man   die  formen   als   einzelne   wörter 
zusammenhangslos  in  eine pure wortliste  eintragen,  könnte  man 
z.b. bei dem zusammengesetzten wort 'be-kommen' das 'be-kam' nicht 
mehr wiederfinden.
ein  STRUKT enthält übrigens immer nur das basiswort plus  worttyp 
plus UNregelmäßige formen.  daher ist die struktdatei in der regel 
kürzer als das zugehörige dictionary!

ACHTUNG!  WORT prüft nicht,  ob auf der diskette genug platz  ist! 
sorgen sie selbst immer dafür!

ACHTUNG! WORT erzeugt aus platzgründen keine BAK-dateien, denn auf 
eine  einseitige  diskette  paßt  nur  eine  30000er,   auf   eine 
zweiseitige eine 60000er-struktdatei.  WORT überschreibt immer die 
letzte datei.  legen sie sich daher eine BACKUP-diskette  an,  auf 
die sie immer die letzte struktdatei kopieren.

ACHTUNG! WORT überprüft in der regel ihre eingaben auf gültigkeit! 
dennoch  gibt es möglichkeiten,  es mutwillig zu  unvorhersehbaren 
reaktionen zu zwingen, z.b. mit eintrag 'nummer 10 von 9', um eine 
zu nennen, die mir selbst aufgefallen ist: '10' ist zweistellig in 
einem einstelligen feld! keine ahnung, was dann geschieht.

vielleicht haben sie ja bereits ein wenig mit WORT gespielt.  dann 
ist ihnen vielleicht auch schon aufgefallen, daß die einträge nach 
der im deutschen üblichen sortierfolge verwaltet werden (ä wie  a, 
ö  wie  o,  ü  wie  u,  ß  wie  ss)  und  nicht  nach  der  ATARI-
characterfolge (a...z,  ü,  ä, ö, ß). dies bringt es aber auch mit 
sich,  daß  bei den einträgen 'hangen' und 'hängen' im  kommentar-
feld 'nummer x von 2' zu sehen ist.  die beiden basisworte  werden 
als gleich angesehen.

es ist mir übrigens klar,  daß der algorithmus,  mit dem von  WORT 
das dictionary erstellt wird, nicht gerade optimal ist. darauf kam 
es mir bei diesem programm aber auch nicht an...

sonstiges
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beteiligen  sie  sich an der  beim  programmstart  vorgeschlagenen 
aktion!  je mehr mitmachen,  umso größer der erfolg. hier kommt es 
wirklich auf jeden einzelnen an.

natürlich können sie auch im stillen kämmerchen allein bröseln und 
sich ihr einmalig persönliches dictionary alleine erstellen.  aber 
überlegen  sie  sich,  welchen vorteil sie haben,  wenn  sie  sich 
einmal  einen  oder  zwei  nachmittage  hinsetzen  und  aus  einem 
wörterbuch  gezielt bestimmte seiten für eine koordinierte  aktion 
eingeben.

also, machen sie mit?



berlin, den 25.3.87                              olaf-michael jahn

funktionstastenbelegung
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Clr            SPEICHERT und  leert  formular  für  eingabe   des 
               nächsten wortes (nicht zum löschen verwenden!)

Home           SPEICHERT und   leert  formular   bis   auf   das 
               basiswortfeld.  dort  bleiben  alle oder  0  bis  9 
               buchstaben für den nächsten eintrag stehen.  setzen 
               der übernahmezahl mit F8.

F1 (Lade)      SPEICHERT  und  leert  formular  und  schreibt  das 
               nächste   wort   aus  einem   ascii-file   in   das 
               basiswortfeld.

------------------------------------------------------------------

F2 (ESuche)    VERWIRFT  formularinhalt  und  sucht  eintrag   zum 
               angegebenen basiswort.

F3 (USuche)    VERWIRFT formularinhalt und springt in die umgebung 
               des angegebenen basiswort.

F4 (VSuche)    VERWIRFT    formularinhalt,    sucht    angegebenes 
               grundwort  (wort  hinter  bindestrich),  und  füllt 
               formular    mit    dem    zusammengesetzten    wort 
               (verbundwort).
               ACHTUNG!  FEHLT das gewünschte GRUNDWORT,  erwartet 
               WORT  seine eingabe ANSTELLE des  zusammengesetzten 
               wortes.  hat man dann das formular ausgefüllt,  muß 
               man
F5 (Zurück)    drücken,   um   mit  dem   zusammengesetzten   wort 
               fortzufahren.

------------------------------------------------------------------

F7 (Lösche)    - gibt man gerade ein neues wort ein,  wird nur das 
                 formular gelöscht,
               - betrachtet   man  dagegen  gerade   einen   alten 
                 eintrag, wird er aus dem speicher gelöscht. 

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F8 + ziffer    setzen  der bei Home  stehenzulassenen  zeichenzahl 
               durch anschließendes drücken von '0' bis '9'.  jede 
               andere taste bewirkt übernahme aller.

F9 (Quit)      rückkehr zum menü

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F10 (Umlaut)   erzeugt oder tilgt umlaut im aktuellen feld: kalter
               -> kälter, brüder -> bruder usw.


ESC            löscht aktuelles eingabefeld
TAB            korrigiert alle abhängigen felder,  wenn  aktuelles 
               feld geändert wurde

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