Atari ST - Application Systems Heidelberg - 1992
Kobold

- Genre
- Copying / Protecting / Dumping
- Year
- 1992
- Language
- [unknown]
- Publisher
- Application Systems Heidelberg
- Controls
- Mouse
- Distributor
- —
- Resolution
- Medium / High
- Developer
- Kaktus
- ST Type
- ST, STe, TT, Falcon030 / 0.5MB
- Licensed from
- —
- Programmer(s)
- Stessun, Jürgen / Weiss, RobertRichstein, Hans Jürgen
- Country

- MIDI
- —
- Software
- German
- Version
- 2.00
- Box/Instructions
- German
- Number of Disks
- 2 / Double Sided / HD Installable
- License
- Commercial
- Dump
- Download
- Serial
- —
- Dump format
- MSA
- Protection
- —
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INSTRUCTIONS
In dieser Datei stehen 4 wichtige Hinweise für...
a) TT-Benutzer und solche, die es mal werden wollen
b) Benutzer des HuSHI-Harddisktreibers 3.16 und allgemein die Leute, die
Caches auf BIOS-Ebene einsetzen.
c) Benutzer von älteren Cache-Programmen aus der VORTEX-Software
d) Benutzer der Betatestversion 0.80 des neuen MultiTOS
Wer sich angesprochen fühlt oder nicht ausschließen kann, jemals unter
einen der obigen Punkte zu fallen, sollte sich gut anschauen, was hier
steht!
************************ Wichtige Hinweise ! *****************************
a) Bei (leider) den meisten Modellen des Atari-TT sind die Treiber für die
DMA- (ACSI-) Schnittstelle äußerst schmalbrüstig ausgelegt. Hier kann es
Probleme beim Betrieb von externen Fest- oder Wechselplatten am ACSI-
Bus (da, wo auch der Atari-Laserdrucker angeschlossen wird) geben.
Um festzustellen, ob diese Probleme bei Ihnen auftreten, sollten Sie mit
dem KOBOLD eine größere Datenmenge (mind. 5-10 MB) von dem internen auf das
am DMA-Bus angeschlossene externe Laufwerk kopieren und anschließend mit
TREE CHECK (Einstellung: 'identisch') überprüfen, ob dies erfolgreich war
(Die Anleitung zu TREE CHECK finden Sie in dem gleichnamigen Ordner!).
Wenn alle Dateien der Kopie mit den Originalen identisch sind, sind Sie
vermutlich von dem Problem verschont geblieben.
Wenn dies nicht der Fall ist, sondern einige - meist wenige - Dateien von
TREE CHECK als 'nicht identisch' gemeldet werden, so sollten Sie die
Partitionen der externen Laufwerke im KOBOLD in den GEMDOS-Modus (siehe
Handbuch) schalten. Dann erfolgt der Zugrif darauf über den Bus im
Durchschnitt wesentlich langsamer. Dies ist natürlich auf lange Sicht
eine sehr unbefriedigende Lösung, zumal auch der normale Zugriff über das
GEMDOS nicht mehr 100%ig sicher ist. Bei großen Dateien kann es auch hier
zu Fehlern kommen, selbst wenn Sie normal über das Desktop kopieren würden.
Dies ist im übrigen kein Fehler des KOBOLD, sondern ein Hardware-Problem
Ihres Rechners, das jedoch durch die hohe Auslastung der DMA-Schnittstelle
durch den KOBOLD hier deutlicher zutage tritt. Übrigens hat es keinen
Sinn, ein möglicherweise durch Ihren Treiber unterstütztes 'Verify'
einzuschalten. Eine solche Kontrolle wird von der Festplatte selbst
intern durchgeführt und überprüft lediglich, ob die erhaltenen Daten auch
korrekt auf die Platte geschrieben wurden. Allerdings treten die Fehler
ja bei der Datenübertragung auf, so daß bereits falsche Daten bei dem
Laufwerk ankommen.
Ein Alternative, die - wenn möglich - auf jeden Fall zu bevorzugen ist,
ist der Anschluß des externen Laufwerkes an den SCSI-Ausgang Ihres TT.
Diese Schnittstelle arbeitet wesentlich zuverlässiger als der DMA-Bus,
selbst größere Kabellängen bereiten hier keine Probleme. Alle mir
bekannten Festplatten, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit zu dem
obigen Problem führen könnten, sind SCSI-Platten (Quantum, Fujitsu, 88 MB
Wechselplatten...) und können mithin mehr oder weniger direkt an die
gleichnamige Schnittstelle angeschlossen werden. Fragen Sie Ihren
Fachhändler, ob und wie dies bei Ihrem Laufwerk zu bewerkstelligen ist.
I.d.R. muß eine Umstellung inner- oder außerhalb der Platte vorgenommen
werden und Sie benötigen ein spezielles Anschlußkabel (MAC-SCSI <->
SCSI). Der Aufwand lohnt sich in jedem Fall!
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b) Zur Atari-Messe 1992 erschien eine neue Version des sehr empfehlens-
werten Harddisktriebers HuSHI, der die Versionsnummer 3.16 trägt. Dieser
HuSHI ist mit einem BIOS-Cache ausgestattet, der zumindest in dieser
Version leider noch etwas fehlerhaft ist. Sie sollten diesen Cache
ausschalten (also die Cachegröße auf 0 KByte einstellen), wenn bei Ihnen
nach einer Kopie von vielen Daten mit dem KOBOLD plötzlich Ordnerinhalte
durcheinander sind, Dateien ganz fehlen oder defekt sind. Bei manchen
Leuten funktioniert der Cache problemlos (z.B. bei mir), bei anderen gar
nicht.
Cache-Programme auf BIOS-Ebene sind leider ein ständiger Quell von
Fehlern, da deren Implementation recht schwierig ist und einige Kenntnis
der möglichen Haken und Ösen verlangt. Wenn Sie ein beliebiges Cache-
Programm dieser Art verwenden und Probleme haben, ist es gut möglich, daß
nach Entfernen dieses Programmes alles wieder einwandfrei funktioniert.
Dies betrifft _nicht_ GEMDOS-Caches, die lediglich die internen
Betriebssystempuffer für die Blockbelegungstabelle und Daten vergrößern.
Diese werden vom KOBOLD ohnehin umgangen.
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c) Ich muß dringend von der Benutzung älterer Cache-Programme abraten, die
den Festplatten der Fa. Vortex beilagen. Diese Cache-Programme reagieren
nicht auf das Simulieren eines Medienwechsels und die damit verbundene
Freigabe aller GEMDOS bekannten Informationen über das Laufwerk. Wenn
GEMDOS nun diese Informationen neu anfordert (was ja Sinn des erzwungenen
Medienwechsels ist), dann liefert dieser Cache nach wie vor die alten und
mittlerweile nicht mehr richtigen Informationen, statt sie ebenfalls neu
von der Platte zu lesen.
Ob Ihr Cache in dieser Weise fehlerhaft ist, können Sie leicht ermitteln.
Installieren Sie den KOBOLD als Accessory und öffnen Sie auf dem Desktop
ein beliebiges Verzeichnisfenster. Wählen Sie ein Verzeichnis aus, in dem
sich irgendeine Datei befindet, die Sie löschen können. Rufen Sie nun den
KOBOLD auf und löschen Sie diese Datei. Wenn Sie nun den KOBOLD wieder
verlassen und dann die ESC-Taste drücken, dann erzeugt das Desktop einen
Medienwechsel und liest das angezeigte Verzeichnis neu ein. Die gerade
mit dem KOBOLD gelöschte Datei darf nun nicht mehr angezeigt werden. Wenn
doch, dann sollten Sie Ihr Cache-Programm schleunigst aus dem Auto-Ordner
entfernen. Nicht nur mit dem KOBOLD, sondern zu allen möglichen
Gelegenheiten können Sie damit in allergrößte Schwierigkeiten geraten!
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d) Dieser Hinweis ist lediglich für diejenigen, die Betaversionen des
neuen MultiTOS verwenden:
Die MiNT-Version 0.95pl11 funktioniert nun korrekt bzgl. des
Medienwechsels. Daher wird ab sofort ab V 0.95 nur noch per Dlock() der
Medienwechsel simuliert. Wer noch MultiTos mit der dort mitgelieferten
Vorversion des MiNT 0.95 (pl5) benutzt, sollte dort tunlichst auf den
KOBOLD verzichten. Denn ohne den Medienwechsel sind die Partitionen
leicht zerstört! Leider läßt sich der Patchlevel nicht erfragen, daher
muß man selbst darauf achten. Ab MultiTOS > V 0.80 wird ein
funktionstüchtiges MiNT dabei sein. Man kann aber auch einfach die
offizielle PD-Version 0.95 (die hat bereits pl11) zusammen mit dem GEMSYS
von 0.80 als MultiTos benutzen.
ALSO: NICHT KOBOLD 2.0 & MULTITOS V 0.80/MINT 0.95pl5 ZUSAMMEN VERWENDEN.
